Aus den Parlamenten
Notizen aus dem Kreistag – Jugendhilfeausschuss 25. Juni 2026
Es lag bestimmt nur an der Hitze!
Man traf sich im kuschelig warmen großen Sitzungssaal, mit ausreichend zur Verfügung gestellter Flüssigkeit, im Landratsamt Freising, Es waren viele Personen zugegen, da der Jugendhilfeausschuss beschließende Mitglieder aus der Politik, sowie aus diversen Jugendhilfeeinrichtungen aus dem Landkreis und beratende Mitglieder aus dem Landkreis (Caritas, Gleichstellung, Polizei etc.) hat.
Den Vorsitz hatte unsere 2te Stellvertretung von Frau Hoyer inne. Es ging pünktlich um 14.15 Uhr los mit einer namentlichen Feststellung (unüblich eigentlich, gerade auch weil der Herr Stangl vorher schon die Anwesenheit abgefragt hatte) und der Begrüßung, hierbei stellen wir fest, dass die Mikros im Raum leider streikten, so hörten wir die stellvertretende Landrätin sehr schlecht. (Es lag bestimmt an der Hitze, die Mikros wollten einfach nicht) Weiter ging es mit einer kleinen Vorstellungsrunde, Name und Funktion, man sehe es mir nach, ich habs mir leider nicht gemerkt (es ging alles sehr schnell und ich war wirklich mit zuhören und fächern beschäftigt.
Los ging es mit den Bekanntmachungen:
Hier wurde das „Pooling von Schulbegleitern“ des Schulzentrums Pulling vorgestellt. Nach kurzer Verwirrung, Durchsuchung der Sitzungsunterlagen, Rücksprache mit Kolleg*innen, zückte meine Kollegin von der SPD den Arm für eine Zwischenfrage. Leider konnte die stellvertretende Landrätin das aber nicht sehen, sie rückte uns gerade die Monitore zurecht, da der Beamer im Saal streikte 😉, der herbeigeholte Elektrofachmann hat das Problem dann aber flugs behoben und wir konnten alle etwas sehen.
Eine sehr spannende Sache dieses Pooling, aber und mit meiner Meinung war ich nicht alleine, gehört das nicht zu Bekanntmachungen, sondern in einen eigenen Punkt. Kurz zur Erläuterung: Mit diesem Pooling kann man mehreren Kindern jetzt helfen weil man einfach nicht mehr diese 1 zu 1 Betreuung hat, Kinder betreut werden, wo sie eigentlich keine bräuchten, weil das Kind zum Beispiel Dyskalkulie hat, aber ganz wunderbar lesen und schreiben kann, das nächste aber ne Lese-Rechtschreibschwäche hat, aber wunderbar rechnen kann, ihr seht, das Projekt ist super, konnte man so die Förderung von 21 Kindern auf 63 ausweiten, das ganze geht ohne Antrag der Eltern, finde ich super, alle Kinder egal mit welchem Hintergrund bekommen so Förderung.
Die Kollegin der SPD hat währenddessen immer noch versucht, zu Wort zu kommen (Spoiler ganz zum Schluss, als letzte Wortmeldung, durfte Sie das dann auch sagen), das hatte der Kollege der CSU, er wollte wissen wer denn das nun alles bezahlt, das wird ja alles teurer und auch dass es keinen Antrag gibt, findet er nicht gut, die Verantwortung liegt doch bei den Eltern. Und wie überhaupt die Quote in migrantischen Kindern zu deutschen Kindern liegt?
Erzürntes Schnauben ging durch den Raum, Ernsthaft CSU? Ihr wollt Kinder gegen Kinder aufrechnen? Hoffentlich nicht euer Ernst. Mir schon klar, dass Kinder keine Lobby haben, kein Geld verdienen und nur kosten, aber liebe Kolleg*innen der CSU, jedes Kind dem jetzt geholfen werden kann, wird vielleicht irgendwann Geld in die Kassen spülen.
Und selbst wenn nicht, hat einfach jedes Kind dieser Welt egal woher es kommt, recht auf Bildung und Förderung und Abhängig vom vermeintlichen Engagement der Eltern. Einfach mal mit Empathie versuchen. Die Bekanntmachung(!) wurde dann nach Präsentation und einer ausführlichen Kostendiskussion, mit dem Versprechen, solchen Punkten nächstes mal einen eigenen TOP zu geben, beendet.
Wir beginnen mir den TOP´s:
Ö1 Niederschriftgenehmigung:
ging zackig, ich war frohen Mutes, dass es so bleibt und fächerte fröhlich vor mich hin.
Ö2 Vorstellung der Organisationsuntersuchung im Amt für Jugend und Familie Freising
Die seit Dezember 2025 im Amt seiende Frau W. (ihres Zeichens Jugendamtsleiterin Freising), stellte anhand eines übersichtlichen Organigramms die einzelnen Abteilungen des Jugendamtes Freising vor. So war zumindest Ihr Plan und so lautete auch der Titel dieses Top´s Vorstellung nicht detaillierter Bericht. Der Kollege der CSU fand das aber gar nicht so und verlangte Augenblicklich nach dem Jugenamtsleiter! Die Frau W. hat für die ganze nachfolgende Diskussion, auf die ich nicht weiter eingehen möchte, weil es einfach komplett an dem vorbeigeht, um was es eigentlich ging, absolute Größe bewiesen, jeden einzelnen Punkt erklärt, auch gerne mehrmals. Der Kollege wollte aber immer noch nicht recht glücklich sein, nach dem Einschreiten vom Kollegen der Grünen konnte nun ein einvernehmliches Ergebnis erzielt werden. Hut ab, Frau W., wahrscheinlich lag es nur an der Hitze. Weiterer Hut der gezogen wird, ich weiß jetzt leider den Namen nimmer, für die Dame die gegen den Sexismus und die Herabwürdigung von Frau W. durch den Kollegen der CSU entstand.
Ö3 Erlass der Satzung für das Jugendamt des Landkreises Freising
Es wurden ein paar Worte zum Beispiel Landrat durch Landrätin ersetzt, sonst im Großen und Ganzen bleibt es so. Aber das brachte wieder den Kollegen des Ö2 auf den Plan, mit: "Das kann doch gar nicht sein!", "Wir wissen nicht, welche Stelle mit wie vielen Personen besetzt sei!" und, weil die Präsentation vorher nicht gut war. Ich fächerte nicht, war sauer und meldete mich, nach der Worterteilung durfte ich, als HERR S. aufgerufen, sprechen, ich sagte dass, das doch jetzt nicht sein kann, dass wir jetzt wieder von vorne anfangen und das hier ein ganz anderer Punkt ist, der mit dieser Sache hier überhaupt nicht zu tun hat. Die stellvertretende Landrätin bekräftigte dies mit den Worten: "Das Thema sei erledigt", ob sie damit mich oder ihn meinte, weiß ich nicht, ist mir auch egal. Satzung wurde beschlossen.
Ö4 Erlass der Geschäftsordnung des Jugendhilfeausschusses
Es ging wirklich schnell, so wurde dem Vorschlag der Verwaltung entsprochen, die bestehende GO zu übernehmen, bis im Kreistag eine neue verabschiedet wird.
Anfragen:
Der Kollege von den Grünen hatte noch eine Anfrage/Bitte. Es soll vor dem Sommer im Landtag noch ein Gesetz? verabschiedet werden, welches die Finanzierung der Großtagespflegen in Frage stellt, die Damen und Herren vom Jugendamt wissen davon leider noch nichts und können noch nichts dazu sagen, man wünsche sich ein Signal aus dem Landratsamt, dass die Großtagespflege am nächsten Januar nicht im Regen stehen (finde ich gut). Brachte die CSU auf den Plan, wer das alles bezahlt usw. Die Frau W. vom Jugendamt hält uns auf dem Laufenden.
Und so wars zackig um 16.30 zu Ende.
Es lag bestimmt nur alles an der Hitze.
Mischt euch ein, wenn ihr was ändern wollt
Sylvia (Herr S.)
